Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der landesweiten Integrationskonferenz „Bürgerschaftliches Engagement“ und den nun stattfindenden regionalen Integrationskonferenzen stehen die nächsten Aktivitäten des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ auf der Tagesordnung.

Die großen Handlungsfelder gelingender Integration bleiben auch weiterhin im Fokus der Arbeit des Bündnisses. Im Rahmen von Follow-Ups zu den bisherigen Arbeitsergebnissen wird sich das Bündnis erneut der Sprachförderung und Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen und im Herbst diesen Jahres mit deren Wohn- und Lebenssituation befassen. Dabei geht es darum genauer hinzuschauen, was in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits an Fortschritten erreicht wurde, aber auch, wo es noch hakt und nachgesteuert werden muss.

Für den Spätsommer – am 24. August 2017 – ist die Integrationskonferenz „Werkstatt Gesellschaftliche Teilhabe“ vorgesehen. Teilhabe ist wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Integration. Nur dadurch sind ein Austausch und ein gesellschaftliches Zusammenleben möglich.

Teilhabe bedeutet ein aktives, selbstbestimmtes und möglichst uneingeschränktes „Anteil haben“ an unserer Gesellschaft. Teilhabe bezieht sich dabei auf alle Lebensbereiche: Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Sport und Freizeit, Soziales, Recht, Kultur, Gesundheit, Wohnen usw. Teilhabe in allen Lebensbereichen bedeutet daher auch Teilhabe an politischen Prozessen. Letzteres ist eine Aufgabe und Herausforderung für Vereine, Verbände und Parteien. Auch und insbesondere sie stehen in der Verantwortung, Migrantinnen und Migranten anzusprechen, ihnen das politische System und die zugrundeliegenden Werte zu vermitteln, in ihre Arbeit einzubeziehen und damit unsere lebendige, vielfältige Demokratie zu stärken.

Ihr
Ministerpräsident
Stephan Weil

3 Fragen an Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover

…und hier die Antworten von Prof. Dr. Katja Lembke für „Niedersachsen packt an“:

  1. Frau Lembke, warum zeigt das Landesmuseum Hannover eine Ausstellung, die nicht zu den Sammlungen des Hauses passt?
    KL: »Im Landesmuseum sehen wir es als unsere Aufgabe an, gesellschaftsrelevante Themen in den Fokus zu rücken. Mit der Ausstellung „Immer bunter“ greifen wir ein Thema auf, welches sich auch wie ein roter Faden durch unsere neue Dauerausstellung „MenschenWelten“ zieht, nämlich die Migration der Menschheit von Afrika in die Welt.«
  2. Die Ausstellung wurde bereits 2012 vom Haus der Geschichte in Bonn konzipiert und war zuletzt im Deutschen Historischen Museum in Berlin zu sehen. Seitdem sind durch Flucht und Vertreibung viele tausende Menschen nach Deutschland gekommen. Ist die Schau noch zeitgemäß?
    KL: »Auf jeden Fall! Zwar wurde die Ausstellung 2015 durch die Ankunft zahlreicher Flüchtlinge aus Syrien und Afrika eingeholt, doch war es uns wichtig, genau diesen Aspekt der aktuellen deutschen Geschichte zu thematisieren. Wir freuen uns daher, dass es uns gelungen ist, unter anderem ein originales Flüchtlingsboot für die Ausstellung zu bekommen. Erst wenn man vor diesem kaum seetüchtigen Boot steht, das mit über 80 Menschen total überfüllt war, wird dem Betrachter klar, was für Gefahren die Geflüchteten in Kauf nehmen, um nach Europa zu gelangen.«
  3. Sie bieten für die Ausstellung spezielle Praktika für Geflüchtete an. Was hat es damit auf sich?
    Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover, mit der Leihgabe „Der Ausländer“ © Landesmuseum Hannover, 2017

    KL: »Das ist richtig. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat ein spezielles Förderprogramm ins Leben gerufen, welches Geflüchteten über Praktika die Möglichkeit zur beruflichen Integration geben soll. Wir suchen daher Geflüchtete, aber auch in Deutschland lebende Menschen mit Migrationshintergrund, die ihre eigene Geschichte zu einem Teil der Ausstellung machen möchten.«

Vita: Prof. Dr. Katja Lembke studierte Klassische Archäologie, Ägyptologie und Latein in Tübingen, München, Rom und Heidelberg.

Seit 2011 ist sie Direktorin des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover. Seit 2015 ist sie zudem Honorarprofessorin für Klassische Archäologie an der Georg-August-Universität in Göttingen.

Über den Schatten gesprungen. Flucht und Ankunft als Theaterstück

Interview mit Ozana Costin, Regisseurin, Schauspielerin und Theaterleiterin

Ozana Costin ist Regisseurin, Schauspielerin und Theaterleiterin. Zu den Angeboten ihres HolzBankTheaters in Wolfsburg gehören neben Inszenierungen klassischer Stücke auch Schauspielkurse sowie Projekte, die der Integration dienen. Im Interview erläutert die gebürtige Rumänin, wie das Spiel mit der Identität Menschen zusammenbringt und wie es sie stärkt.

Das HolzBankTheater beteiligt häufig Laien an seinen Inszenierungen. Mit welchen Wünschen und Erwartungen kommen diese Menschen zu Ihnen?
Das unterscheidet sich unter anderem nach der Herkunft. Zu unseren Schauspielkursen melden sich überwiegend Deutsche an, die auf der Bühne ein anderes Ich ausprobieren wollen. Im Vordergrund steht also die Rolle, die sie am Ende spielen werden. Migranten hingegen, die erst kürzlich nach Deutschland gekommen sind, wollen ihre eigene Geschichte erzählen. Sie brennen darauf, ihren neuen Nachbarn mitzuteilen, wie sie fühlen und denken. Und sie bestehen darauf, dies auf Deutsch zu tun, egal wie viel Kraft es sie kostet.

Wie werden aus solchen Gefühlen und Gedanken Theaterabende?
Am Anfang stehen Gespräche. Darin finde ich heraus, was die Beteiligten bewegt und wonach sie sich sehnen. In einem unserer Stücke – „Der Weg zum Frieden“ – klingt das bereits im Titel an. Es geht um Flucht vor dem Krieg und um die Ankunft in einem Land, in dem Frieden herrscht. Allen 26 Beteiligten des Projekts war gemeinsam, dass sie Deutschland mit Frieden gleichsetzen.

Ein Stück für 26 Darsteller? Lässt sich so ein roter Faden spinnen?
Von den 26 Projektbeteiligten standen am Ende lediglich fünf auf der Bühne. Was die Zuschauer zu sehen bekommen, ist nur ein Teil der Arbeit. Mindestens genauso wichtig ist es, Ideen auszutauschen, Charaktere zu entwerfen, mit denen sich letztlich alle Beteiligten identifizieren können, und den Text zu entwickeln. Nicht zufällig beginnt „Der Weg zum Frieden“ mit einem 400 Jahre alten Monolog. Er stammt aus der Feder William Shakespeares, ist Thomas Morus in den Mund gelegt und erscheint aktueller denn je.

Zitieren Sie doch mal.
Shakespeare schreibt: „Ihr seht die Fremden, elend, / Mit Lumpenbündeln, Kinder auf dem Rücken, / Wie sie zu Küsten und zu Häfen trotten, / Und ihr sitzt da, als König eurer Wünsche, / Die Staatsmacht starr verstummt vor eurer Wut, / Und ihr gespreizt im Protzornat des Dünkels.“

Worin drückt sich dieser Dünkel aus und was setzen Sie dagegen?
Dünkelhaft erscheint mir beispielsweise die Rede von der Toleranz. Da schwingt immer Herablassung mit: Wir, die Mehrheit, finden euch, die Minderheit, erträglich. Ich wünsche mir etwas anderes. Freundschaft, Offenheit, Lernbereitschaft. Die Beteiligten an „Der Weg zum Frieden“ haben all das übrigens bewiesen.

Wodurch beispielsweise?
In einigen muslimischen Ländern ist Theater verboten, etwa in Afghanistan. Einige der Teilnehmer mussten also weit über ihren Schatten springen. Sie erkannten, dass ihnen das Theater hilft, sich auszudrücken, und dass sie trotzdem gute Muslime bleiben.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, das Theater als Plattform der Integration zu nutzen?

In meiner Heimat Rumänien habe ich mit benachteiligten Kindern gearbeitet. Mich hat es fasziniert, wie schnell sich diese zunächst scheuen Mädchen und Jungen öffneten und welche Fantasie und Lebenslust in ihnen steckte. Nach der Übersiedlung nach Wolfsburg haben mein Mann und ich an diese Erfahrungen angeknüpft, indem wir Migranten zum Theaterspielen einluden. „Der Weg zum Frieden“ von 2016 war bereits unser drittes Projekt dieser Art. Es unterschied sich allerdings durch die Wucht der Ereignisse deutlich von den beiden Vorgängern. 2012 und 2014 haben wir die Berichte von Migranten zu Komödien verarbeitet. Das war 2016 undenkbar.

Wird es eine Fortsetzung geben?
Wenn es nach uns geht ja. Letztes Jahr hat uns die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben dabei unterstützt, Fördermittel zu bekommen. Sollten wir auch in diesem oder im nächsten Jahr einen Partner finden, werden wir einen alten Traum von mir verwirklichen. Ich möchte Kinder aus Migrantenfamilien mit deutschen Kindern zusammenbringen und gemeinsam ein Stück erarbeiten.

Was ist aus den Beteiligten an „Der Weg zum Frieden“ geworden?
Einige der Teilnehmer haben das Projekt noch vor der Premiere des Stücks verlassen. Der Grund war keineswegs Desinteresse. Vielmehr hatten sie eine Arbeit oder Ausbildung aufgenommen und schlicht keine Zeit mehr fürs Theater. Mich hat das ehrlich gefreut, zumal mich diese Teilnehmer wissen ließen, erst das Mitmachen bei uns habe sie zu Bewerbungen ermutigt. Auch die meisten anderen Beteiligten arbeiten mittlerweile. Zwei der fünf Darsteller habe ich kürzlich auf der Straße getroffen. Sie schienen bester Dinge und fühlen sich wohl in Wolfsburg.

Foto: Cristian Costin, HolzBankTheater Wolfsburg

Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren nehmen Arbeit auf

Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin Daniela Behrens hat dieser Tage die ersten „Überbetrieblichen Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren“ für Geflüchtete in Hannover begrüßt. Die 24 Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren sollen Unternehmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Arbeitsagenturen und Jobcentern und weiteren Partnern aus Wirtschaft, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft bei der Ansprache von geflüchteten Menschen zur Nachwuchsgewinnung unterstützen. Geflüchtete und Unternehmen sollen so zusammengebracht und über einen Zeitraum von zwei Jahren bei der Integration im Betrieb begleitet werden. Die Überbetrieblichen Integrationsmoderatorinnen und Integrationsmoderatoren stehen in den Regionen als Ansprechpartner für Betriebe, Geflüchtete und alle in der Arbeitsmarkt-Integrationsarbeit vor Ort tätigen Organisationen zur Verfügung. Im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen stellt das Ministerium für die jetzt 24 bewilligten Modellprojekte insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung.

Staatssekretärin Daniela Behrens: „In den letzten Jahren sind viele Menschen auch zu uns nach Niedersachsen gekommen. Der Großteil ist im ausbildungs- und erwerbsfähigen Alter. Trotzdem läuft die Integration in den Arbeitsmarkt aus den unterschiedlichsten Gründen nicht immer reibungslos. Sowohl arbeitssuchende Geflüchtete als auch Unternehmen brauchen deshalb unsere Hilfe. Und genau hier setzen unsere Modellprojekte an. Kompetente Begleiterinnen und Begleiter helfen Unternehmen und Geflüchteten vor Ort bei der Arbeitsmarktintegration – sei es bei Behördenangelegenheiten, bei Fragen zum Berufsschulbesuch, zur Sprachvermittlung, Mobilität oder anderer Themen. Wir freuen uns, dass wir 24 Integrationshelfer in allen Regionen Niedersachsens etablieren können.“

Auf die Regionen der vier Ämter für regionale Landesentwicklung entfallen jeweils 5 bis 7 Projekte. Zu den erfolgreichen Antragstellern zählen Bildungsträger der Sozialpartner, sonstige private Bildungsträger, wirtschaftsnahe Organisationen und kommunale Träger, aber auch wohlfahrtsnahe Organisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen, die ebenfalls mit ihrer spezifischen Kompetenz zur Aufnahme von nachhaltigen Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnissen in niedersächsischen Unternehmen beitragen.

In den kommenden Wochen werden die geförderten Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren in ihren Landkreisen und kreisfreien Städten zusammen mit den lokalen Jobcentern, Agenturen für Arbeit und Weiterbildungsanbietern sowie den bestehenden Initiativen vor Ort auf die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung hinarbeiten. Eine wichtige Rolle werden die Projekte auch nach dem Start in den Betrieben spielen, da die Geflüchteten in den ersten Wochen und Monaten die betrieblichen Abläufe kennen lernen müssen und auch die Arbeitgeber womöglich noch Unterstützung benötigen. Mit dieser Aufgabe sollen die geförderten Projekte zu nachhaltigen Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnissen beitragen.

Hier finden Sie eine Liste der Integrationsmoderatoren und Ansprechpartner der Projekte: 048_Liste_I-Mod_und_Ansprechpartner_Projekte

Sprachförderung für Geflüchtete: Niedersachsen ist auf einem guten Weg

Fachtagung mit Ministerpräsident Stephan Weil

In einer gemeinsamen Fachtagung haben sich Niedersachsens Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände dieser Tage in Hannover erneut intensiv mit dem Thema Integration und Sprachförderung für Geflüchtete befasst. Der Schwerpunkt lag auf einer Koordinierung durch die Kreisebene. Initiiert wurde die Veranstaltung durch die Niedersächsische Staatskanzlei und den Niedersächsischen Landkreistag (NLT).

Ministerpräsident Stephan Weil bekräftigte einmal mehr den Schulterschluss mit den Kommunen bei der Integration von geflüchteten Menschen, insbesondere bei der dafür erforderlichen Sprachförderung: „Die Koordinierung und ständige Verbesserung der vielfältigen Sprachangebote von Bund und Land kann sinnvoll nur durch die Kommunen gewährleistet werden, die wir für diese Aufgabe durch finanzielle Zuwendungen für Personalausgaben unterstützen.“

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.nlt.de/magazin/artikel.php?artikel=485&type=2&menuid=19&topmenu=19

Darstellung der Maßnahmen der Bundesregierung für die Sprachförderung und Integration von Flüchtlingen

Die Bundesregierung hat eine Darstellung ihrer Maßnahmen im Bereich der Sprachförderung und Integration von Flüchtlingen veröffentlicht.

Diese Darstellung, die den Stand zum 31. Dezember 2016 abbildet, findet sich unter dem folgenden Link:
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/massnahmen-der-bundesregierung-fuer-sprachfoerderung-und-integration-von-fluechtlingen.pdf

Zum 19ten Mal „AWO rennt“ auf dem HAJ Marathon

„Unsere Sprache ist Integration“

Die AWO Region Hannover e.V. ist seit 19 Jahren auf dem HAJ Hannover Marathon dabei und beteiligt sich unter dem Motto „AWO gegen Ausgrenzung – Unsere Sprache ist Integration“ mit vielen Aktionen an dem jährlich stattfindenden Marathon-Wochenende. Anlass für das Engagement war die Initiative von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem der Migrationsdienste, die ein Zeichen gegen die Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte Ende der 90er Jahre setzen wollten.

Dieses Jahr waren 800 Menschen in orangefarbenen Shirts mit dem aufgedruckten Motto am 8. und 9. April 2017 für den Verband in Bewegung: mehr als 550 Kinder beim Kinderlauf, über 100 Läuferinnen und Läufer und 150 Helferinnen und Helfer.

Der Kinderlauf ist fester Programmpunkt in den AWO Kindertagesstätten. Zur Vorbereitung bieten viele Kitas auch ein Trainingsprogramm an. Das Motto, unter dem die Kinder laufen, ist Anlass mit ihnen über Vielfalt, fair oder unfair in den Kindertagesstätten-Gruppen zu sprechen.

Die AWO hat während des Marathon-Wochenendes auf der Wiese neben dem Rathaus ein abwechslungsreiches Programm mit Kinderschminken, Geschicklichkeitsspielen, Bastelaktionen und Dosenwerfen für die ganze Familie angeboten. Das bunte Zirkuszelt war Treffpunkt für Eltern, Kinder, Läuferinnen und Läufer und vielen anderen Menschen und bot wieder die Möglichkeit zum Verweilen, Ausruhen, Essen und Trinken und Gesprächen.

Mit der Aktion hat die AWO ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für mehr Toleranz gesetzt. Alle Teilnehmenden trugen orangefarbene Shirts mit dem aufgedruckten Motto „AWO gegen Ausgrenzung – Unsere Sprache ist Integration“. „Jedes Jahr in einer anderen Farbe, damit wir auffallen und unser Motto beachtet wird“, betont der stellvertretende AWO Geschäftsführer Dirk von der Osten. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren für die Unterstützung der Aktion „AWO rennt“, und ganz besonders beim Bündnis ‚Niedersachsen packt an‘.

Mehr Informationen: AWO Region Hannover e.V., Dirk von der Osten, Tel. 0511 8114-265

Erfolgreiches Vossfest


Marathonläufer direkt an der Strecke anfeuern, gute Musik, kühle Getränke, leckeres Essen und das alles für den guten Zweck: Schon zum dritten Mal fand in diesem Jahr das Hannoveraner Vossfest statt. Insgesamt über 3.700 Euro kamen für die Unterstützung von Flüchtlingskindern und die Zahnversorgung von Obdachlosen zusammen. Als Teil der Initiative „Niedersachsen packt an“ wird das Fest rund um die Voßstraße in Hannover-List jedes Jahr von Nariman Reinke und ihrem Verein Deutscher.Soldat. organisiert und vom Afrikanischen Dachverband Norddeutschland unterstützt. „Über die Vereinsarbeit in der Integrationspolitik sind wir auf die Idee eines Fests zu Gunsten von Flüchtlingskindern gekommen und die Voßstraße wollte sofort mit anpacken“, bedankte sich Nariman Reinke bei allen Helferinnen und Helfern.

Fotos: Quelle Deutscher.Soldat. e.V.

Ringvorlesung „Flucht – Bildung – Integration? Bildungspolitische und pädagogische Herausforderungen von Fluchtverhältnissen“

von Prof. Dr. Meike Sophia Baader, Dr. Tatjana Freytag und Darijusch Wirth, M.A.

An der Stiftung Universität Hildesheim findet während des Sommersemesters 2017 von April bis Juli an elf Terminen eine Ringvorlesung statt, die sich dem Thema „Flucht-Bildung-Integration?“ widmet. Dabei sollen die eingeladenen Expertinnen und Experten insbesondere bildungspolitische und pädagogische Herausforderungen von Fluchtverhältnissen in den Blick nehmen. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft und der Kooperationsstelle Hochschule und Gewerkschaften Hannover-Hildesheim, die von Prof. Dr. Meike Sophia Baader, Dr. Tatjana Freytag (Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft) und Darijusch Wirth (Kooperationsstelle Hochschule und Gewerkschaften) verantwortet wird. Sie richtet sich an Studierende erziehungs- und sozialpädagogischer Studiengänge und an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Anliegen der Vorlesungsreihe ist es, die mit den zunehmenden Fluchtbewegungen entstehenden Handlungsbedarfe in bildungspolitischen und pädagogischen Feldern im Aufnahmeland zu eruieren. Fachvorträge von Experten und Expertinnen aus den verschiedensten Disziplinen und Professionen werden in dieser Reihe mit der Präsentation der Arbeit von Hilfseinrichtungen für Geflüchtete in besonderer Weise kombiniert.

Professor Dr. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien der Universität Osnabrück gestaltete aus Sicht der historischen Migrationsforschung am 13. April 2017 den Auftakt der Reihe. Er wies darauf hin, dass die Zivilgesellschaft und die Medien im Nachkriegsdeutschland für die Bereitschaft zur Aufnahme von Geflüchteten stets eine zentrale Rolle gespielt haben. Oltmer plädierte ferner für eine Integrationspolitik, die chancengleiche Teilhabe in den Mittelpunkt stellt.

„Migration, Flucht und Rassismus“ lautete der Titel des zweiten Vortrags der Ringvorlesung von Dr. Kenneth Horvath (PH Karlsruhe) in der darauffolgenden Woche. Dabei betonte der Referent, dass Rassismus als gesellschaftliches Verhältnis zu begreifen sei. Zudem sind, so Horvath, Begriffe wie Ausländer, Migrationshintergrund oder Flüchtling in ihren Konjunkturen und Kontexten nachzuzeichnen und als politische Aushandlungsprozesse zu verstehen.

Weitere Themen der Vortragsreihe sind unter anderem Traumata und partizipatorische Professionalität in der Sozialen Arbeit mit Geflüchteten. Gäste sind herzlich willkommen, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Weitere Informationen sind unter http://www.koop-hg.de/fileadmin/user/Termine/Allgemein/2017/Flyer-RV-Flucht-Bildung-Integration-Sommer-2017_end.pdf erhältlich.

ZUSAMMEN.Geht!

Lucky Heart & the birds of peace befinden sich immer noch auf „WELT“ Tournee.

Diesmal machten sie am 8. April 2017 im ostfriesischen Schortens im dortigen Jugendzentrum Pferdestall halt. Nach einem sehr leckeren Empfang wurden Songs wie „The bird of peace, You never walk alone“ aus der Feder von Daniel Denecke und auch das Lied „Es tönen die Lieder….“ aus der Liederfibel von Kids aus dem Sudan, Irak, etc…gesungen.

Alle ZUSAMMEN haben wir gezeigt: ZUSAMMEN.Geht!
Weitere Eindrücke der Veranstaltung finden Sie hier: https://www.facebook.com/Lucky-Heart-The-Birds-Of-Peace-259481660924531/

Weiter geht’s nach den Osterferien. Gefördert von: Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung.