„Niedersachsen packt an“ sagt #DANKE

„Niedersachsen packt an“ sagt #Danke! – exemplarisch und würdigt damit alle ehrenamtlichen Freiwilligen wie auch diejenigen, die tagtäglich sich beruflich für die Integration von Geflüchteten einsetzen.

Am 21. April machte der Ministerpräsident Stephan Weil in Begleitung vom Geschäftsführer des VfL Wolfsburg Klaus Allofs den Auftakt in der Erstaufnahmeeinrichtung in Ehra Lessien. Dort hatten sich während der Vollbelegung rund 350 Ehrenamtliche eingebracht. Aus dem nahe gelegenen Volkswagen-Werk in Wolfsburg wurden größere Mengen von Mahlzeiten, Transportfahrzeuge und bis zu 50 Auszubildende bereitgestellt. Bei einem Rundgang durch die Einrichtung und beim anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken konnten Weil und Allofs sich ein Bild über die gewaltige vollbrachte Arbeit machen.

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Ähnlich ging es am 27. April der niedersächsischen Justizministerin, Antje Niewisch-Lennartz, bei ihrem Besuch in der Erstaufnahmeeinrichtung des Arbeiter-Samariter-Bundes in Lüneburg-Woltersdorf. „Ich bin selbst mit dem Thema Flucht und Vertreibung groß geworden. Ich hätte meiner Familie gewünscht, dass sie damals auch auf solche Helferinnen und Helfer gestoßen wären. Was hier geleistet wird ist beeindruckend und anrührend zugleich,“ äußerte die Ministerin bei der Besichtigung der Räumlichkeiten.

Am 12. Mai besuchte die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, den sogenannten „Mios-Markt“, eine Einrichtung des DRK, in Oldenburg-Etzhorn. Ihre Begleitung, der Präsident des SV Werder Bremen, Dr. Hubertus Hess-Grunewald, würdigte den großen Einsatz der Ehrenamtlichen. Er verschenkte Fan-Schals des SV Werder Bremen Schröder-Köpf zeigte sich gerührt von der Herzlichkeit bei der Flüchtlingsbetreuung: „Wie liebevoll geordnet allein der Raum für die Spielsachen ist.“ Sie dankte den Ehrenamtlichen für die großartige geleistete Arbeit für das Land und die Gesellschaft, verband den Dank aber auch mit einer Bitte: „Ich möchte Sie ermuntern, durchzuhalten. Denn wie sich die Lage entwickele, das weiß niemand.“

Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, besuchte am 17. Mai mit dem Musiker Heinz-Rudolf Kunze die Einrichtungen der Johanniter und des DRK im Camp Bad Fallingbostel. „Solche Arbeit wie hier ist nur durch unglaublichen ehrenamtlichen Einsatz zu leisten, wie wir ihn in den vergangenen Monaten erlebt haben. Dafür möchte ich Ihnen danken!“ Meister merkte an, das wirkungsvollste Instrument gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus sei ein direkter und persönlicher Kontakt zu Flüchtlingen. „Wer einmal die Erzählungen über die Flucht gehört hat, spricht im Anschluss anders über die gesamte Situation“, sagte er und appellierte: „Geht hin, sprecht mit den Flüchtlingen, lasst euch einladen, ladet sie ein.“

Landesbischof-Kunze

Den vorläufigen Abschluss der #Danke-Besuche machte am 14. Juni der Koordinator des Bündnisses „Niedersachsen packt an“, der Bevollmächtigte des Landes in Berlin, Staatssekretär Michael Rüter. Zusammen mit der NDR-Moderatorin Susanne Stichler besuchte er eine Einrichtung für 12 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge in Bramsche/Osnabrück. Die AWO nutzt dort ein ehemaliges Schwesternwohnheim für zwei Wohngruppen zu je sechs 15-jähriger Flüchtlinge. Der Dank richtete sich vor Ort insbesondere an die Jugendlichen, die sich über das Jugendparlament und die AG „Schule ohne Rassismus“ des Greselius-Gymnasiums Bramsche für die Flüchtlinge einsetzen und sie in ihr Leben einbinden. Neben einigen gezielten Aktionen nehmen sie die ohne Familie in Bramsche lebenden jungen Männer in ihre Freundes- und Bekanntenkreise auf, damit man gemeinsam leben und sich austauschen kann. Wichtiger Bezugspunkt ist dabei der Jugendtreff Gartenstadt, in dem die #Danke-Veranstaltung stattfand.

Rueter-NDR

Staatssekretär Michael Rüter fasst am vorläufigen Ende der #Danke-Besuche zusammen: „Wir alle dürfen stolz auf das sein, was viele ehrenamtliche Freiwillige und beruflich mit der Integration befasst jeden Tag leisten. Die Wertschätzung von den Akteuren des Bündnisses haben sie. Es gibt noch viel zu tun – gemeinsam packen wir es an“