Niedersachsen stärkt „Deutsches Sprachdiplom“

46 Schulen unterstützen zugewanderte Schülerinnen und Schüler beim Deutsch- Zertifikat

Im Schuljahr 2016/2017 können noch mehr Schülerinnen und Schüler das deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz Stufe I (DSD I) erwerben: Das Niedersächsische Kultusministerium wird das erfolgreiche Pilotprojekt zum Nachweis von Deutschkenntnissen verlängern und ausweiten. An bis zu 46 allgemeinen und berufsbildenden Schulen erhalten damit zugewanderte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre erworbenen Deutschkenntnisse zertifizieren zu lassen. Das sind 13 Schulen mehr als im vergangenen Schuljahr.

„Das deutsche Sprachdiplom gibt den Schülerinnen und Schülern, die eine Sprachlernklasse oder einen Förderkurs Deutsch als Zweitsprache besucht haben, eine sehr differenzierte und ausführliche Rückmeldung über ihren Leistungsstand. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt außerdem, dass die Schülerinnen und Schüler zusätzlich motiviert werden, an der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse zu arbeiten“, so Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Auch sei das international anerkannte Zertifikat ein hilfreicher Nachweis beim Übergang von der Schule in den Beruf oder eine Ausbildung. Heiligenstadt: „Mit der Ausweitung des deutschen Sprachdiploms stärken wir einen wichtigen Baustein im umfangreichen Paket schulischer Sprachfördermaßnahmen.“

Seitdem das DSD I erstmals im Schuljahr 2012/13 verliehen wurde, haben sich immer mehr Schulen in dem Programm engagiert: Im Schuljahr 2012/13 hatten 11 Schulen teilgenommen, im Schuljahr 2014/15 nahmen 21 Schulen teil und zuletzt 33 im Schuljahr 2015/16. Die Schulen profitieren auch deshalb von der Teilnahme am deutschen Sprachdiplom, weil die betreuenden Lehrkräfte in acht Modulen durch das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) fortgebildet werden und so qualifizierte Kenntnisse in Deutsch als Zweit-/Fremdsprache erlangen.