Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der landesweiten Integrationskonferenz „Bürgerschaftliches Engagement“ und den nun stattfindenden regionalen Integrationskonferenzen stehen die nächsten Aktivitäten des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ auf der Tagesordnung.

Die großen Handlungsfelder gelingender Integration bleiben auch weiterhin im Fokus der Arbeit des Bündnisses. Im Rahmen von Follow-Ups zu den bisherigen Arbeitsergebnissen wird sich das Bündnis erneut der Sprachförderung und Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen und im Herbst diesen Jahres mit deren Wohn- und Lebenssituation befassen. Dabei geht es darum genauer hinzuschauen, was in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits an Fortschritten erreicht wurde, aber auch, wo es noch hakt und nachgesteuert werden muss.

Für den Spätsommer – am 24. August 2017 – ist die Integrationskonferenz „Werkstatt Gesellschaftliche Teilhabe“ vorgesehen. Teilhabe ist wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der Integration. Nur dadurch sind ein Austausch und ein gesellschaftliches Zusammenleben möglich.

Teilhabe bedeutet ein aktives, selbstbestimmtes und möglichst uneingeschränktes „Anteil haben“ an unserer Gesellschaft. Teilhabe bezieht sich dabei auf alle Lebensbereiche: Bildung, Arbeit, Wirtschaft, Sport und Freizeit, Soziales, Recht, Kultur, Gesundheit, Wohnen usw. Teilhabe in allen Lebensbereichen bedeutet daher auch Teilhabe an politischen Prozessen. Letzteres ist eine Aufgabe und Herausforderung für Vereine, Verbände und Parteien. Auch und insbesondere sie stehen in der Verantwortung, Migrantinnen und Migranten anzusprechen, ihnen das politische System und die zugrundeliegenden Werte zu vermitteln, in ihre Arbeit einzubeziehen und damit unsere lebendige, vielfältige Demokratie zu stärken.

Ihr
Ministerpräsident
Stephan Weil