Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren nehmen Arbeit auf

Wirtschafts- und Arbeitsstaatssekretärin Daniela Behrens hat dieser Tage die ersten „Überbetrieblichen Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren“ für Geflüchtete in Hannover begrüßt. Die 24 Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren sollen Unternehmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Arbeitsagenturen und Jobcentern und weiteren Partnern aus Wirtschaft, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft bei der Ansprache von geflüchteten Menschen zur Nachwuchsgewinnung unterstützen. Geflüchtete und Unternehmen sollen so zusammengebracht und über einen Zeitraum von zwei Jahren bei der Integration im Betrieb begleitet werden. Die Überbetrieblichen Integrationsmoderatorinnen und Integrationsmoderatoren stehen in den Regionen als Ansprechpartner für Betriebe, Geflüchtete und alle in der Arbeitsmarkt-Integrationsarbeit vor Ort tätigen Organisationen zur Verfügung. Im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen stellt das Ministerium für die jetzt 24 bewilligten Modellprojekte insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung.

Staatssekretärin Daniela Behrens: „In den letzten Jahren sind viele Menschen auch zu uns nach Niedersachsen gekommen. Der Großteil ist im ausbildungs- und erwerbsfähigen Alter. Trotzdem läuft die Integration in den Arbeitsmarkt aus den unterschiedlichsten Gründen nicht immer reibungslos. Sowohl arbeitssuchende Geflüchtete als auch Unternehmen brauchen deshalb unsere Hilfe. Und genau hier setzen unsere Modellprojekte an. Kompetente Begleiterinnen und Begleiter helfen Unternehmen und Geflüchteten vor Ort bei der Arbeitsmarktintegration – sei es bei Behördenangelegenheiten, bei Fragen zum Berufsschulbesuch, zur Sprachvermittlung, Mobilität oder anderer Themen. Wir freuen uns, dass wir 24 Integrationshelfer in allen Regionen Niedersachsens etablieren können.“

Auf die Regionen der vier Ämter für regionale Landesentwicklung entfallen jeweils 5 bis 7 Projekte. Zu den erfolgreichen Antragstellern zählen Bildungsträger der Sozialpartner, sonstige private Bildungsträger, wirtschaftsnahe Organisationen und kommunale Träger, aber auch wohlfahrtsnahe Organisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen, die ebenfalls mit ihrer spezifischen Kompetenz zur Aufnahme von nachhaltigen Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnissen in niedersächsischen Unternehmen beitragen.

In den kommenden Wochen werden die geförderten Integrationsmoderatorinnen und -moderatoren in ihren Landkreisen und kreisfreien Städten zusammen mit den lokalen Jobcentern, Agenturen für Arbeit und Weiterbildungsanbietern sowie den bestehenden Initiativen vor Ort auf die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung hinarbeiten. Eine wichtige Rolle werden die Projekte auch nach dem Start in den Betrieben spielen, da die Geflüchteten in den ersten Wochen und Monaten die betrieblichen Abläufe kennen lernen müssen und auch die Arbeitgeber womöglich noch Unterstützung benötigen. Mit dieser Aufgabe sollen die geförderten Projekte zu nachhaltigen Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnissen beitragen.

Hier finden Sie eine Liste der Integrationsmoderatoren und Ansprechpartner der Projekte: 048_Liste_I-Mod_und_Ansprechpartner_Projekte

Sprachförderung für Geflüchtete: Niedersachsen ist auf einem guten Weg

Fachtagung mit Ministerpräsident Stephan Weil

In einer gemeinsamen Fachtagung haben sich Niedersachsens Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände dieser Tage in Hannover erneut intensiv mit dem Thema Integration und Sprachförderung für Geflüchtete befasst. Der Schwerpunkt lag auf einer Koordinierung durch die Kreisebene. Initiiert wurde die Veranstaltung durch die Niedersächsische Staatskanzlei und den Niedersächsischen Landkreistag (NLT).

Ministerpräsident Stephan Weil bekräftigte einmal mehr den Schulterschluss mit den Kommunen bei der Integration von geflüchteten Menschen, insbesondere bei der dafür erforderlichen Sprachförderung: „Die Koordinierung und ständige Verbesserung der vielfältigen Sprachangebote von Bund und Land kann sinnvoll nur durch die Kommunen gewährleistet werden, die wir für diese Aufgabe durch finanzielle Zuwendungen für Personalausgaben unterstützen.“

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.nlt.de/magazin/artikel.php?artikel=485&type=2&menuid=19&topmenu=19

Darstellung der Maßnahmen der Bundesregierung für die Sprachförderung und Integration von Flüchtlingen

Die Bundesregierung hat eine Darstellung ihrer Maßnahmen im Bereich der Sprachförderung und Integration von Flüchtlingen veröffentlicht.

Diese Darstellung, die den Stand zum 31. Dezember 2016 abbildet, findet sich unter dem folgenden Link:
http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/massnahmen-der-bundesregierung-fuer-sprachfoerderung-und-integration-von-fluechtlingen.pdf