Zum 19ten Mal „AWO rennt“ auf dem HAJ Marathon

„Unsere Sprache ist Integration“

Die AWO Region Hannover e.V. ist seit 19 Jahren auf dem HAJ Hannover Marathon dabei und beteiligt sich unter dem Motto „AWO gegen Ausgrenzung – Unsere Sprache ist Integration“ mit vielen Aktionen an dem jährlich stattfindenden Marathon-Wochenende. Anlass für das Engagement war die Initiative von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem der Migrationsdienste, die ein Zeichen gegen die Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte Ende der 90er Jahre setzen wollten.

Dieses Jahr waren 800 Menschen in orangefarbenen Shirts mit dem aufgedruckten Motto am 8. und 9. April 2017 für den Verband in Bewegung: mehr als 550 Kinder beim Kinderlauf, über 100 Läuferinnen und Läufer und 150 Helferinnen und Helfer.

Der Kinderlauf ist fester Programmpunkt in den AWO Kindertagesstätten. Zur Vorbereitung bieten viele Kitas auch ein Trainingsprogramm an. Das Motto, unter dem die Kinder laufen, ist Anlass mit ihnen über Vielfalt, fair oder unfair in den Kindertagesstätten-Gruppen zu sprechen.

Die AWO hat während des Marathon-Wochenendes auf der Wiese neben dem Rathaus ein abwechslungsreiches Programm mit Kinderschminken, Geschicklichkeitsspielen, Bastelaktionen und Dosenwerfen für die ganze Familie angeboten. Das bunte Zirkuszelt war Treffpunkt für Eltern, Kinder, Läuferinnen und Läufer und vielen anderen Menschen und bot wieder die Möglichkeit zum Verweilen, Ausruhen, Essen und Trinken und Gesprächen.

Mit der Aktion hat die AWO ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für mehr Toleranz gesetzt. Alle Teilnehmenden trugen orangefarbene Shirts mit dem aufgedruckten Motto „AWO gegen Ausgrenzung – Unsere Sprache ist Integration“. „Jedes Jahr in einer anderen Farbe, damit wir auffallen und unser Motto beachtet wird“, betont der stellvertretende AWO Geschäftsführer Dirk von der Osten. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren für die Unterstützung der Aktion „AWO rennt“, und ganz besonders beim Bündnis ‚Niedersachsen packt an‘.

Mehr Informationen: AWO Region Hannover e.V., Dirk von der Osten, Tel. 0511 8114-265

Erfolgreiches Vossfest


Marathonläufer direkt an der Strecke anfeuern, gute Musik, kühle Getränke, leckeres Essen und das alles für den guten Zweck: Schon zum dritten Mal fand in diesem Jahr das Hannoveraner Vossfest statt. Insgesamt über 3.700 Euro kamen für die Unterstützung von Flüchtlingskindern und die Zahnversorgung von Obdachlosen zusammen. Als Teil der Initiative „Niedersachsen packt an“ wird das Fest rund um die Voßstraße in Hannover-List jedes Jahr von Nariman Reinke und ihrem Verein Deutscher.Soldat. organisiert und vom Afrikanischen Dachverband Norddeutschland unterstützt. „Über die Vereinsarbeit in der Integrationspolitik sind wir auf die Idee eines Fests zu Gunsten von Flüchtlingskindern gekommen und die Voßstraße wollte sofort mit anpacken“, bedankte sich Nariman Reinke bei allen Helferinnen und Helfern.

Fotos: Quelle Deutscher.Soldat. e.V.

Ringvorlesung „Flucht – Bildung – Integration? Bildungspolitische und pädagogische Herausforderungen von Fluchtverhältnissen“

von Prof. Dr. Meike Sophia Baader, Dr. Tatjana Freytag und Darijusch Wirth, M.A.

An der Stiftung Universität Hildesheim findet während des Sommersemesters 2017 von April bis Juli an elf Terminen eine Ringvorlesung statt, die sich dem Thema „Flucht-Bildung-Integration?“ widmet. Dabei sollen die eingeladenen Expertinnen und Experten insbesondere bildungspolitische und pädagogische Herausforderungen von Fluchtverhältnissen in den Blick nehmen. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft und der Kooperationsstelle Hochschule und Gewerkschaften Hannover-Hildesheim, die von Prof. Dr. Meike Sophia Baader, Dr. Tatjana Freytag (Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft) und Darijusch Wirth (Kooperationsstelle Hochschule und Gewerkschaften) verantwortet wird. Sie richtet sich an Studierende erziehungs- und sozialpädagogischer Studiengänge und an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Anliegen der Vorlesungsreihe ist es, die mit den zunehmenden Fluchtbewegungen entstehenden Handlungsbedarfe in bildungspolitischen und pädagogischen Feldern im Aufnahmeland zu eruieren. Fachvorträge von Experten und Expertinnen aus den verschiedensten Disziplinen und Professionen werden in dieser Reihe mit der Präsentation der Arbeit von Hilfseinrichtungen für Geflüchtete in besonderer Weise kombiniert.

Professor Dr. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien der Universität Osnabrück gestaltete aus Sicht der historischen Migrationsforschung am 13. April 2017 den Auftakt der Reihe. Er wies darauf hin, dass die Zivilgesellschaft und die Medien im Nachkriegsdeutschland für die Bereitschaft zur Aufnahme von Geflüchteten stets eine zentrale Rolle gespielt haben. Oltmer plädierte ferner für eine Integrationspolitik, die chancengleiche Teilhabe in den Mittelpunkt stellt.

„Migration, Flucht und Rassismus“ lautete der Titel des zweiten Vortrags der Ringvorlesung von Dr. Kenneth Horvath (PH Karlsruhe) in der darauffolgenden Woche. Dabei betonte der Referent, dass Rassismus als gesellschaftliches Verhältnis zu begreifen sei. Zudem sind, so Horvath, Begriffe wie Ausländer, Migrationshintergrund oder Flüchtling in ihren Konjunkturen und Kontexten nachzuzeichnen und als politische Aushandlungsprozesse zu verstehen.

Weitere Themen der Vortragsreihe sind unter anderem Traumata und partizipatorische Professionalität in der Sozialen Arbeit mit Geflüchteten. Gäste sind herzlich willkommen, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Weitere Informationen sind unter http://www.koop-hg.de/fileadmin/user/Termine/Allgemein/2017/Flyer-RV-Flucht-Bildung-Integration-Sommer-2017_end.pdf erhältlich.

ZUSAMMEN.Geht!

Lucky Heart & the birds of peace befinden sich immer noch auf „WELT“ Tournee.

Diesmal machten sie am 8. April 2017 im ostfriesischen Schortens im dortigen Jugendzentrum Pferdestall halt. Nach einem sehr leckeren Empfang wurden Songs wie „The bird of peace, You never walk alone“ aus der Feder von Daniel Denecke und auch das Lied „Es tönen die Lieder….“ aus der Liederfibel von Kids aus dem Sudan, Irak, etc…gesungen.

Alle ZUSAMMEN haben wir gezeigt: ZUSAMMEN.Geht!
Weitere Eindrücke der Veranstaltung finden Sie hier: https://www.facebook.com/Lucky-Heart-The-Birds-Of-Peace-259481660924531/

Weiter geht’s nach den Osterferien. Gefördert von: Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung.

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Waldjugend Niedersachsen: Gemeinschaft erleben im Naturschutz

Raus aus dem Alltag und die Sorgen einmal hinter sich lassen. Die eigene Zeit und Energie für ein gemeinsames Ziel einsetzen. Die Welt ein bisschen besser machen. Im Sommercamp der Waldjugend Niedersachsen ist das durch ein Projekt mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) für Kinder und Jugendliche möglich. Im Rahmen eines zweiwöchigen Zeltlagers in der Lüneburger Heide leisten sie handfeste Naturschutzarbeit, gestalten die Zukunft damit aktiv mit und sind Teil einer starken Gemeinschaft – über Kultur-, Sprach- und Bildungsbarrieren hinweg.

Der kleine Heidebach „Lopau“, um den sich die Maßnahmen drehen, hat die Hilfe der jungen Naturschützer bitter nötig. Nach Jahrzehnten der Versandung durch zurückliegende, menschliche Einwirkungen bekommt sein Bett nun wieder eine naturnahe Geröllsohle, damit er zum Lebensraum auch für anspruchsvollere Bachbewohner wie Fische und Libellen werden kann. Viele fleißige Hände und unermüdliche Füße ersetzen dabei schwere Maschinen und sorgen so dafür, dass kaum Spuren des Eingriffs sichtbar sind.

Wenn der Einsatz in kleinen Teams mit Schubkarre und Schaufel am Vormittag beendet ist, ergänzen gewässerökologische Untersuchungen die eigenen Erfahrungen in der Natur. Richtig dabei sein, statt nur davon zu hören, ist hier das Motto. Altersgerechte Spiele und Lagerfeuerromantik gehören natürlich auch dazu. Gekocht wird übrigens ebenfalls unter Beteiligung der jungen Teilnehmer, denn auch das bewusste Zubereiten und Essen frischer und vollwertiger Lebensmittel zählt zum Konzept des Sommerlagers.

Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz fördert das auf drei Jahre ausgelegte Projekt durch die Bereitstellung von EFRE- und Landesmitteln. Auch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung ist von dem Vorhaben überzeugt und beteiligt sich an der Förderung. Zusätzliche Unterstützung leisten der Bundesforstbetrieb Lüneburger Heide sowie die Niedersächsischen Landesforsten, auf deren Flächen das Projektgebiet liegt.

Auch in diesem Jahr, vom 17. bis 30. Juli, richten SDW und Waldjugend wieder ein Sommerlager im Heidekreis ein. Helfen Sie mit, dass auch Kinder (ab 10 Jahren) und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien den Weg zu diesem Angebot finden.

Mehr Informationen hierzu unter www.sdw-nds.de.

Foto: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald