German Road Safety: Smartphone-App für Verkehrssicherheit

Mehrsprachige Informationskampagne für Zugewanderte

Das Thema Flüchtlinge beschäftigt bundesweit auch die Akteure in der Verkehrssicherheitsarbeit. Viele Verkehrsregeln in Deutschland sind für die ankommenden Menschen neu und bestimmte Situationen im Straßenverkehr gestalten sich anders als im Herkunftsland. Wie funktioniert der Nahverkehr? Wo darf ich mit dem Fahrrad fahren? Und wer hat eigentlich Vorfahrt? Diese und weitere Fragen beantwortet eine neue kostenlose Smartphone-App unter dem Titel „German Road Safety“, die der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) mit Unterstützung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entwickelt hat. Sie ist für Apple iOS sowie Android erhältlich.

Vier Themenkapitel mit gezielt anwählbaren Abschnitten widmen sich den folgenden Bereichen: öffentlicher Nahverkehr, zu Fuß unterwegs, Fahrrad fahren sowie Auto und Motorrad. Sie liefern wertvolle Hinweise und Tipps für ein sicheres Verhalten in typischen Verkehrssituationen, aber auch im Notfall. Die Texte werden durch Videoanimationen unterstützt. Während zwei Quiz-Module innerhalb der App helfen, den eigenen Wissensstand zu überprüfen, ergänzt eine Liste mit wichtigen Anlaufstellen rund um die Themen Verkehrssicherheit und Mobilität das Angebot. Sobald die App auf dem Smartphone installiert ist, sind alle Inhalte komplett offline verfügbar.

Auf der Internetseite www.germanroadsafety.de gibt es weiterführende Informationen für Multiplikatoren und kostenlose Broschüren. App, Internetangebote und Broschüren sind bereits in der Sprachkombination Deutsch/Englisch/Arabisch erhältlich, weitere Sprachversionen sind in Arbeit.

Fördermittel zur beruflichen Orientierung zugewanderter Frauen

Frauenministerin Cornelia Rundt: „Zugewanderte Frauen haben eine Schlüsselrolle für eine gelingende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“
 
Zugewanderten Frauen gelingt nur schwer der Sprung auf den Arbeitsmarkt. Traditionelle Rollenverteilungen, Sprachbarrieren oder zum Beispiel unzureichende Kinderbetreuungsangebote sind meist die Gründe dafür. Dabei wollen nach einer Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge rund drei Viertel aller zugewanderten Frauen arbeiten gehen. Diesen Wunsch fördert das Land, indem es die Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft in 2017 und 2018 mit zusätzlichen Mitteln ausstattet: Interessierte Koordinierungsstellen können sich bei der Niedersächsischen Förderbank NBank um diese Mittel bewerben. Für die Jahre 2017 und 2018 stehen dafür bis zu 70.000 Euro je Koordinierungsstelle bereit.
 
„Zugewanderte Frauen wollen arbeiten, wir unterstützen sie dabei. Gerade diese Frauen haben eine Schlüsselrolle innerhalb ihrer Familien für eine gelingende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie unterstreichen dadurch, wie wichtig der Spracherwerb und eine berufliche Qualifikation sind. So wirken sie motivierend auf Ehepartner und Kinder“, sagt Niedersachsens Frauenministerin Cornelia Rundt. Sie betont: „Bei den Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft haben wir ausgesprochene Expertinnen, die die frauenspezifischen Anforderungen an eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration vor Ort kennen. Von dieser Kompetenz sollen auch zugewanderte Frauen profitieren.“
 
Mit einer geschlechter- und kultursensiblen Ansprache können die Mitarbeiterinnen in den Koordinierungsstellen zugewanderte Frauen in ihren Fähigkeiten und Kenntnissen stärken. Damit ebnen sie ihnen zugleich auch den Weg zu einer gleichberechtigten Teilhabe an Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Bei den derzeit 24 Koordinierungsstellen im Land erhalten Frauen eine kostenlose Berufswege- und Wiedereinstiegsberatung. Außerdem werden Qualifizierungen und Fachveranstaltungen auch für Unternehmen angeboten.

FreiwilligenServer Niedersachsen bietet umfassende Informationen

Engagement für Geflüchtete und mit Geflüchteten

In vielen Orten in Niedersachsen finden Menschen aus Krisenregionen Zuflucht, die wegen Hungers, Gewalt, Krieg oder materieller Not aus ihrer Heimat geflohen sind.

Zahlreiche Menschen engagieren sich für die Geflüchteten, die in niedersächsischen Gemeinden aufgenommen werden und dort für eine gewisse Zeit eine neue Heimat finden. Das Engagement für Geflüchtete ist ebenso vielfältig, wie die Engagierten selbst und findet unter der Koordination von Vereinen und Initiativen, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden, aber auch im Privaten statt.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich für Geflüchtete in Niedersachsen einsetzen möchten, finden folgende Einrichtungen und Services:

  • FreiwilligenBörse Flüchtingshilfe – eine Börse, in der Institutionen aktuell nach Engagierten suchen und Hilfsbedarfe einstellen.
  • Koordinierungsstellen für Migration und Teilhabe tragen auf lokaler Ebene unter Einbeziehung der jeweils vor Ort tätigen Akteurinnen und Akteure zur chancengerechten Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in allen kommunalen und gesellschaftlichen Bereichen bei und stehen für Fragen der Freiwilligen zur Verfügung.
  • Niedersachsen packt an ist ein Aktionsbündnis welches Akteurinnen und Akteure zusammen führen und Maßnahmen für die Integration der jüngst nach Niedersachsen zugewanderten Menschen bündeln will. Es unterstützt desweiteren die zahlreichen haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Frauen und Männer.
  • Kommunale AnsprechparterInnen für das Ehrenamt stehen für Fragen rund um das Thema Ehrenamt zur Verfügung.
  • Freiwilligenagenturen beraten Interessierte dabei, eine geeignete Engagementmöglichkeit zu finden.
  • Flüchtlingsrat Niedersachsen – ein landesweiter Zusammenschluss von niedersächsischen Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen, die für den Schutz und eine menschenwürdige Lebensperspektive von Geflüchteten und MigrantInnen mit prekärem Aufenthaltsrecht eintreten.
  • Fortbildungsangebote – speziell für die Arbeit für Geflüchtete und mit Geflüchteten.
  • Informationsmaterial über ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete und mit Geflüchteten.

Finden Sie hier nähere Informationen: http://www.freiwilligenserver.de/?621919C9D2CC9DEC94070F9A34644C13

Helfen einfacher machen – die „Willkommen bei Freunden“-App

Am 20. Juni 2016, am Weltflüchtlingstag, ist die „Willkommen bei Freunden“-App der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gestartet. Ziel der Organisatoren ist es, Helfen einfacher zu machen: Die mobile Anwendung für Smartphones bringt Freiwillige und Projekte in der Flüchtlingshilfe bedarfsorientiert zusammen. Mit wenigen Klicks können die Helferinnen und Helfer angeben, wo und wie sie unterstützen wollen. Die App zeigt dann an, welche Hilfsorganisationen vor Ort genau diese Art der Unterstützung suchen.

Entstanden ist die App in Kooperation mit den bereits bestehenden Hilfeportalen „Helpto“, „ichhelfe.jetzt“ und „clarat“. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Vernetzung der Freiwilligenlandschaft in Deutschland zu fördern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“.

Die App erhalten Sie hier:
Für Android – Im Google Play Store
Für iOS – Im App-Store

Video-Reihe der Konrad-Adenauer-Stiftung – „Neue Heimat. Neue Zukunft.“

Flüchtlinge sprechen im Interview über ihr neues Leben in Deutschland“

2015 flohen über eine Million Menschen nach Deutschland. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen, Wünsche, Hoffnungen und Träume vom zukünftigen Leben. Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hat die Video-Reihe „Neue Heimat. Neue Zukunft“ gestartet. Flüchtlinge berichten in dieser, wie sie in Deutschland angekommen sind, aufgenommen wurden und welche Ziele sie hier haben. Die ersten vier Videos (Stand: 6.Juli 2016) finden sich hier.

Arbeitshilfe Flucht für Kinder und Jugendliche des BDKJ Diözesanverband Osnabrück

Im BDKJ (Bund der Katholischen Jugend) -Diözesanverband Osnabrück sind rund 18.000 Kinder und Jugendliche aus Großstädten, ländlichen Regionen mit kleinen Dörfern, Küsten und Inseln an der Nordsee organisiert. Der BDKJ Osnabrück ist aktiv in der Arbeit mit und für geflüchtete Menschen. Viele Jugendverbände engagieren sich hier.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Sensibilisierung junger Menschen für die aktuelle Flüchtlingsthematik. Dafür gibt der BDKJ-Diözesanverband Osnabrück Arbeitshilfen heraus. Die erste Arbeitshilfe zu „Flucht und Migration“ ist seit November 2015 erhältlich. Die zweite Arbeitshilfe ist im Mai 2016 erschienen. Die Publikationen befassen sich mit unterschiedlichen Themen.

In jugendgerechter und verständlicher Sprache werden aktuelle Geschehnisse, Hintergründe und Gesetze zur Flüchtlingsthematik aufbereitet. Durch das einfache und gut begreifliche Format können die Arbeitshilfen gut in der Arbeit mit Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt werden.

Die Arbeitshilfen können beim BDKJ angefordert werden oder stehen zum Download bereit.

Runder Tisch „Fluchtursachen“ konstituiert

Im Rahmen des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ wurde ein runder Tisch eingerichtet, der sich zwei- bis dreimal im Jahr mit Vertreterinnen und Vertretern sowie Interessierten aus entwicklungspolitischen Organisationen und Initiativen zusammensetzt. Die konstituierende Sitzung fand am 18. Mai 2016 statt.

Der Runde Tisch wird seitens der Landesregierung durch das für Entwicklungspolitik zuständige Referat in der Staatskanzlei und das Umweltministerium koordiniert und begleitet. Zwischeninformationen und Ergebnisse werden im Koordinierungskreis des Bündnisses beraten sowie im Newsletter bzw. auf der Online Plattform des Bündnisses abgebildet.

Der Runde Tisch hat die Aufgabe Maßnahmen zur Bekämpfung von Flüchtlingsursachen zu diskutieren und Aktivitäten/ Maßnahmen auszutauschen und zu verzahnen.

Regionalkonferenzen „Werkstatt Sprache“

Nach der ersten landesweiten Integrationskonferenz „Werkstatt Sprache“ haben im Mai und Juni dieses Jahres vier regionale Konferenzen in den Ämtern für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Leine-Weser, Lüneburg und Weser-Ems stattgefunden, die das Thema Spracherwerb als entscheidende Grundlage für ein gelungenes neues Leben in Deutschland vertieft haben.

Damit wurde den spezifischen Gegebenheiten des Flächenlandes Niedersachsen angemessen Rechnung getragen, aber auch die Vielzahl der aktiven Unterstützer/innen, Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen, Unternehmen, Kammern und Verbände in der Flüchtlingsarbeit auf regionaler und lokaler Ebene eingebunden. Insgesamt über 300 Gäste haben eingehend über die vielschichtigen Herausforderungen für eine gelingende Integration diskutiert.

Mit den Veranstaltungen vor Ort wurde sichergestellt, dass zielgerichtete Ansätze – auf Basis der erarbeiteten Lösungsvorschläge, Handlungsschwerpunkte, Beispiele und Hemmnisse – entsprechend den regionalspezifischen Herausforderungen und mit den vor Ort maßgeblichen Akteur/innen im Sinne eines Top-Down-Prozesses nachjustiert, geschärft, vervollständigt und implementiert werden konnten.

Die Ergebnisse sind im Veranstaltungsarchiv der Bündnisseite abrufbar.

Angebote für traumatisierte Geflüchtete

Das Team Gleichstellung der Region Hannover hat eine Aktion der Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Hannover aufgenommen und bei Beratungsstellen im Umland eine Abfrage zu den bestehenden Angeboten für traumatisierte Geflüchtete initiiert. Eine vollständige Auflistung der Angebote der Frauen- und Mädchenberatungsstellen, des Frauenhauses Hannover e.V. sowie des Männerbüros liegt nun vor.

Weitere Informationen erteilt Kerstin Weiß:
Region Hannover
Team Gleichstellung
Hildesheimer Str. 20, 30169 Hannover
Telefon: 0511/616-22510
E-Mail: kertin.weiss@region-hannover.de
Internet: www.hannover.de

Film: „Stimmen der Flucht – die Frauen im Camp“

In einem 40minütigem Dokumentarfilm erzählen geflüchtete Frauen aus dem Camp Bad Fallingbostel, wie es ihnen erging in ihrer alten Heimat, was sie auf ihrer Flucht erlebt haben, über ihr Leben im Camp und ihre Ängste und Wünsche für die Zukunft.

Der Film gewährt tiefe Einblicke in das Gefühlsleben und den Alltag der weiblichen Asylbewerberinnen.

Produziert wurde der Film von den Filmemachern Hussein Alhamad (Kamera, 33 Jahre alt) und Mohammad Makkieh (Regie, 28 Jahre alt). Im September 2015 flohen die beiden vor dem Krieg in ihrer Heimat Syrien; dort studierten sie Regie, Wirtschaftswissenschaften und Kameratechnik und wirkten in zahlreichen Produktionen mit. Drei Monate lebten sie selbst in einer Notunterkunft in Bad Fallingbostel. Hier entstand auch die Idee, den geflüchteten Frauen mit einer Dokumentation eine Stimme zu geben. Unterstützt wurden die beiden von der Grafik-Designerin Anika Schön und der Journalistin Antje Diller-Wolff. Bitte melden Sie sich unter dem unten angegebenen Link, wenn Sie Interesse haben, die beiden syrischen Filmprofis einzustellen.

Der Film ist hier kostenlos verfügbar.