Bündnis für Niedersachsen

  1. Die Bündnispartner – Wer wir sind …
  2. Unsere Ideen und Ziele – Was will das Bündnis erreichen?
  3. Unsere Instrumente – Was passiert im Bündnis?
  4. Unsere Adressatinnen und Adressaten – An wen richtet sich das Bündnis?
  5. Unsere Unterstützer/-innen – Werden auch Sie Teil des Bündnisses!
  6. Wie kann ich mich einbringen oder das Bündnis unterstützen?

Bündnis für Niedersachsen

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“
(Artikel 1 der Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948, UN-Menschenrechtscharta)

I. Die Bündnispartner – Wer wir sind …

Allein im vergangenen Jahr sind gut einhunderttausend Menschen vor den Gefahren durch Bürgerkrieg, Terror und Verfolgung nach Niedersachsen geflohen. Menschen in Not zu helfen, ist ein Gebot der Menschlichkeit. Viele dieser Zuwandererinnen und Zuwanderer leben bereits in unserer Nachbarschaft und werden auch bei uns bleiben. Die große Herausforderung der gelingenden gesellschaftlichen Integration von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund und -erfahrungen kann nur im gemeinschaftlichen Schulterschluss von Politik und Gesellschaft, von  allen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Ebenen bewältigt werden. Gemeinsam zu leben, gemeinsam zu arbeiten, gemeinsam Erfolg und Momente der Freude zu haben und keine Parallelgesellschaft entstehen zu lassen – das ist der Anspruch unseres Bündnisses „Niedersachsen packt an“. Es ist eine Mammutaufgabe, die in den nächsten Jahren vor uns liegt.

Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der beiden christlichen Kirchen, der Unternehmerverbände Niedersachsen und der Niedersächsischen Landesregierung. Gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, den großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen, den im Niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien, Unternehmen, Kammern, zahlreichen Verbänden und Einzelpersonen packen wir an. Die Bündnispartner wollen die Integration all derer voranbringen, die vor Krieg, Terror und politischer Verfolgung nach Niedersachsen geflohen sind und hierzulande eine Perspektive für ihre Zukunft suchen.
Wir sind ein offenes gesellschaftliches Bündnis – eine Plattform, die nicht statisch ist, sondern täglich „hinzugewinnt“.

In einem ersten Schritt geht es dem Bündnis um besonders vordringliche Handlungsfelder wie die Sprachförderung, die Arbeitsmarktintegration, freiwilliges Engagement, Wohnen und Leben sowie die politische und gesellschaftliche Teilhabe von geflüchteten Menschen in Niedersachsen.
In thematischen Arbeitsgruppen wird die Arbeit des Bündnisses inhaltlich und substanziell untermauert.
Das Bündnis wird durch einen Koordinierungskreis und die Geschäftsstelle in der Niedersächsischen Staatskanzlei unterstützt, um organisatorische und inhaltliche Fragen der Bündnisarbeit zu koordinieren. Kontakt (via E-Mail): buendnis@niedersachsen.de

II.  Unsere Ideen und Ziele – Was will das Bündnis erreichen?

Hauptziel des Bündnisses ist die Zusammenführung von Akteurinnen und Akteuren sowie die Bündelung von Maßnahmen zur Integration der jüngst nach Niedersachsen zugewanderten Menschen, aber auch die Unterstützung der zahlreichen haupt- und ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Frauen und Männer.

Insbesondere in Zeiten des demographischen Wandels bringen geflüchtete Menschen, die in unserem Land eine Lebensperspektive suchen, Chancen für unsere Gesellschaft mit. Wenn wir die Potenziale dieser Menschen erkennen, entwickeln und fördern, kann Integration gelingen! All unsere Bemühungen werden dazu beitragen, dass wir gemeinsam ein weltoffenes und pluralistisches Miteinander hierzulande gestalten und den Wohlstand und die Lebensqualität in unserem Land nicht nur mit Menschen aus anderen Herkunftsländern teilen, sondern nachhaltig sichern.

Das Bündnis „Niedersachsen packt an“ will:

  • Akteureinnen und Akteure vernetzen und Wissen austauschen – damit Kräfte gebündelt und aus den vielen Integrationsangeboten der staatlichen, kommunalen, freien und zivilgesellschaftlichen Träger eine abgestimmte Gesamtschau wird und die Perspektiven der Menschen verbessert werden!
  • Handlungsschwerpunkte und Hemmnisse identifizieren – damit wir unsere vorhandenen Ressourcen zielgerichtet und fokussiert einsetzen und Hindernisse künftig überwinden.
  • Lösungswege und Ideen entwickeln – weil wir nur mit neuen Denkansätzen und Lösungen die vielfältigen und großen Aufgaben, die vor uns liegen, meistern werden.
  • Gute Beispiele herausstellen und (mit-)teilen – damit wir im konstruktiven Zusammenspiel voneinander lernen und die guten Ideen, die vielerorts existieren, „Schule machen“.
  • Regionalität erzeugen – damit Handlungsempfehlungen und Lösungsansätze in den Regionen Niedersachsens zielgenau vertieft, ausgestaltet und dort wirksam in die Tat umgesetzt werden.
  • Multiplikatoren und Multiplikatorinnen gewinnen – damit wir unsere Integrationsleistungen und -erfolge auf eine breite Basis stellen, aktuelle Entwicklungen kommunizieren und in weiten Teilen den gesellschaftlichen Konsens herstellen!
  • Eine Anerkennungskultur etablieren – damit all den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich aller Orten solidarisch und mitmenschlich mit den Flüchtlingen und Asylsuchenden zeigen, die oft ganz praktische Alltagshilfe leisten und für eine beeindruckende Willkommenskultur in Niedersachsen sorgen, der mehr als verdiente Dank zuteil wird!
    Das Engagement und die Hilfsbereitschaft all dieser Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen, die in Flüchtlingsunterkünften, Kindergärten, Sprachlernklassen, Sport- und Musikvereinen, Kirchengemeinden, Kleiderkammern, Beratungs- und Anlaufstellen – um nur einige zu nennen – aktiv sind, sollen die angemessene Aufmerksamkeit erfahren.

… und nicht zuletzt:

  • Zuversicht ausstrahlen – weil die niedersächsische Antwort auf diese große Herausforderung der heutigen Zeit nur lauten kann: „Wir packen das!“, weil wir gemeinsam mit starken Partnerinnen und Partnern diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe meistern können.

III.  Unsere Instrumente – Was passiert im Bündnis?

Schaubild zum Bündnis

Schaubild „Niedersachsen packt an“
Der Aufruf

Mit unserem Aufruf „Niedersachsen packt an“ vom 30. November 2015 zeigen wir als Einzelperson oder als Vertreter/-in einer Organisation, Institution oder eines Verbandes aus dem öffentlichen und zivilen Leben Gesicht im Sinne unseres Bündnisses.

Veranstaltungen, Werkstätten und Regionalkonferenzen

Zu Jahresbeginn, am 7. Januar 2016, hat in Hannover die Auftaktveranstaltung des Bündnisses mit rund 350 Vertreterinnen und Vertretern aus allen Bereichen der Gesellschaft stattgefunden. Impressionen der Veranstaltung finden Sie hier.

Am 7. März 2016 fand in der Vertretung des Landes Niedersachsen in Berlin eine Abendveranstaltung zum Thema Integration statt, u. a. mit der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, dem Bevollmächtigten des Landes beim Bund, Staatssekretär Michael Rüter, und Prof. Dr. Naika Foroutan. Weitere Informationen finden Sie hier.

Am 16. März 2016 fand die erste Integrationskonferenz „Werkstatt Sprache“ im HannoverCongressCentrum (HCC) stattfinden. Die Einladung und das Programm finden und weiteres Sie hier.

Im Juni und Ende August dieses Jahres sind zwei weitere landesweite Integrationskonferenzen geplant. Dort werden die Bündnispartner und Bündnispartnerinnen, zahlreiche Akteurinnen und Akteure, Unterstützer und Unterstützerinnen sowie Expertinnen und Experten vertreten sein und im Rahmen der Arbeitskonferenzen miteinander arbeiten. Die Themen werden im Juni Arbeit und im August Wohnen und Leben sein.

Auf Basis jeder dieser landesweiten Integrationskonferenzen – und an die dort erarbeiteten Ergebnisse anknüpfend – werden in jeweils bis zu vier Regionalkonferenzen innerhalb Niedersachsens entsprechende Ansätze mit regionalspezifischen Akzenten und den dort maßgeblichen Akteurinnen und Akteuren identifiziert, vertieft und umgesetzt.

Diese Regionalkonferenzen werden von den vier Ämtern für Regionale Landesentwicklung in Braunschweig, Leine-Weser, Lüneburg und Weser-Ems vorbereitet.

Der Newsletter

Darüber hinaus werden Interessierte über den Newsletter des Bündnisses regelmäßig Informationen erhalten, der jeweils aktuelle Informationen zur Verfügung stellt. Die Redaktion freut sich über Hinweise auf spannende Ideen, gute Beispiele und mehr (Kontakt: informationsdienst-buendnis@niedersachsen.de). Wenn Sie den Info-Service bestellen möchten bitte ein links anklicken.

Weitere Instrumente

Zusätzlich will das Bündnis eine Anerkennungskultur stärken und auf diesem Wege ein „Dankeschön“ an all die unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer/-innen richten.

Dazu werden beispielsweise prominente Unterstützer und Unterstützerinnen Flüchtlingsunterkünfte und -initiativen im ganzen Land aufsuchen und Mitarbeiter/-innen, ehrenamtliche Integrationslotsen und -helfer/-innen zu Gesprächen bei Kaffee und Kuchen einladen. Weitere Formate folgen.

Dies alles geschieht aus einem wichtigen Grund: Der Einsatz aller Unterstützer/-innen in den Flüchtlingsunterkünften, in den Gemeinden sowie in den Sport- und Kulturvereinen Niedersachsens ist beispiellos und ungebrochen! Noch nie haben sich so viele Bürgerinnen und Bürger in ihrer Freizeit bürgerschaftlich engagiert – aufgrund des aktuell ungebrochenen Zustroms von Schutzsuchenden in unserem Land auch und gerade im Bereich der Flüchtlingsbetreuung und -hilfe.

Dafür sagt das Bündnis DANKE.

IV. Unsere Adressatinnen und Adressaten – An wen richtet sich das Bündnis?

„Niedersachsen packt an“ richtet sich an alle Menschen in Niedersachsen – gleich welcher Herkunft – sowie an alle Vereine und Organisationen im Land.
Es richtet sich aber auch als klares Signal an all diejenigen, die die Menschenwürde missachten, die gegen Flüchtlinge und Andersdenkende hetzen oder Menschen mit Terror und Gewalt einzuschüchtern versuchen.
Unterzeichnen Sie unseren Aufruf, packen Sie weiter mit an oder werden Sie aktiv!

„Niedersachsen packt an“ ist ein breites, offenes Bündnis für ein solidarisches, tolerantes, demokratisches und menschliches Niedersachsen, in dem wir gemeinsam mit unseren neuen Nachbarn/-innen leben und Zukunft gestalten wollen!

V. Unsere Unterstützer und Unterstützerinnen – Werden auch Sie Teil des Bündnisses!

Derzeit unterstützen rund 1.900 Privatpersonen und über 200 Institutionen (Stand Februar 2016) das Bündnis „Niedersachsen packt an“ ideell, indem sie Gesicht zeigen, Position beziehen und die Botschaft unseres Bündnisses in das Land und in ihre Regionen tragen.

Um den Aufruf zu unterstützen und Teil des Bündnisses zu werden, melden Sie sich an unter: https://www.niedersachsen-packt-an.de/

VI. Wie kann ich mich einbringen oder das Bündnis unterstützen?

Wir brauchen Menschen, Vereine und Organisationen, die anpacken – ob vor Ort in den Betrieben und Verwaltungen oder im gesellschaftlichen Leben – ob in der Kommune, auf Landes-, Bundesebene oder darüber hinaus. Und deswegen brauchen wir Menschen, die es weitersagen: niedersachsen-packt-an.de

Alle, die sich an unserem offenen Bündnis beteiligen, bringen ihr Engagement und ihre Hilfsbereitschaft ein. Ehrenamtliche helfen seit Monaten spontan, solidarisch und mitmenschlich bei der Flüchtlingsarbeit. Hauptamtliche und ehrenamtlich Tätige, Hilfsorganisationen und die staatliche Verwaltung leisten auf verschiedenen Ebenen Großes.
Seien auch Sie Multiplikator/-in für unsere Idee(n)!
Und am besten: Packen Sie selbst vor Ort aktiv mit an!

Neben der Gelegenheit, den Aufruf ideell oder mit eigener Tatkraft zu unterstützen, sind alle Akteurinnen und Akteure der Integrationsarbeit herzlich eingeladen, sich mit ihren Kompetenzen, Projekten, Ressourcen und Netzwerken, inhaltlich in das Bündnis einzubringen. Dies kann beispielsweise im Rahmen der anstehenden landesweiten Integrationskonferenzen und Regionalkonferenzen an geeigneter Stelle geschehen.