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Regionale Konferenz zum Thema "Bürgerschaftliches Engagement" des Amtes für regionale Landesentwicklung "Weser-Ems"

„Alle reden von Integration - Liegen wir richtig? Was können wir tun, was können wir verlangen?"

4. regionale Integrationskonferenz Weser-Ems zum Themenfeld „Bürgerschaftliches Engagement" diskutiert die Herausforderungen bei der Integration von zugewanderten Menschen

Der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung in Weser-Ems Franz-Josef Sickelmann hatte für das Bündnis „ Niedersachsen packt an" am Freitag, den 09.06.2017 zur 4. regionalen Integrationskonferenz „Bürgerschaftliches Engagement" nach Oldenburg eingeladen. Nachdem in den vorangegangen Konferenzen die Schwerpunkte Sprache, Arbeit und Wohnen behandelt wurden, stand diesmal die „ emotionale Integration" zugewanderter Menschen im Mittelpunkt.

Kern der Veranstaltung mit gut hundert Gästen aus Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft war der Festvortrag des bekannten Islamismusexperten Ahmad Mansour.

Gemeinsam mit regionalen Experten wurden drei Kernforderungen diskutiert und herausgearbeitet.

1. Es müssen Dialogplattformen auf lokaler Ebene geschaffen werden. Hier müssen sich die „Einheimischen" und die zugewanderten Menschen auf Augenhöhe kennenlernen und Verständnis füreinander entwickeln. Eine Integration in das Wertesystem ist nur möglich, wenn man gemeinsam darüber sprechen kann.

2. Im Schulsystem muss verstärkt eine systematische und vertiefende Wertevermittlung stattfinden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich Jugendliche ihre Informationen aus Parallelwelten besorgen. In der Lehrerausbildung muss die Vermittlung interkultureller Kompetenz verstärkt werden.

3. Integrationsarbeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die klare Vermittlung von Werten ist eine Daueraufgabe, die nicht mit Spracherwerb und Arbeitsplatzvermittlung endet. Dem ehrenamtlichen Engagement kommt hierbei eine tragende Rolle zu. Diese Rolle muss jedoch professionell begleitet und unterstützt werden. Die Verständigung auf gemeinsame Werde ist unerlässlich. "Integration ist nicht das Zelebrieren von Unterschieden, sondern das Festlegen von Werten, mit denen alle einverstanden sind", beendete Mansour seine Ausführungen.

Von links: Ahmad Mansour, Carsten Feist (Stadt Wilhelmshaven), Nejmeh El Abed Marzouq (Integrationslotsenteam Delmenhorst), Roman Siewert (Sozialwerk Nazareth e.V. Norden), Muhanad Paulus (Stadt Delmenhorst), Franz-Josef Sickelmann  
Von links: Ahmad Mansour, Carsten Feist (Stadt Wilhelmshaven), Nejmeh El Abed Marzouq (Integrationslotsenteam Delmenhorst), Roman Siewert (Sozialwerk Nazareth e.V. Norden), Muhanad Paulus (Stadt Delmenhorst), Franz-Josef Sickelmann
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