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NeMiA-Netzwerk-Kongress

Die Zukunft der Arbeitswelt ist bunt und weiblich


Empirische Befunde zeigen, dass Frauen mit Migrationsbiografie es trotz ihrer großen Potentiale oft schwer haben, eine angemessen bezahlte und qualifikationsgerechte Beschäftigung zu finden. Sie sind oft doppelt benachteiligt. da sie nicht nur aufgrund ihres Geschlechts, sondern auch aufgrund ihrer Herkunft Nachteile auf dem Arbeitsmarkt erleiden. Beschäftigte mit Migrationshintergrund verdienen im Durchschnitt schlechter, arbeiten häufiger zu Niedriglöhnen, in Teilzeit oder Minijobs.

Um diese Problematik näher zu beleuchten und Handlungsansätze zu erarbeiten, fand am 22.10.2019 auf Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Niedersachsen, dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und des Bündnisses „Niedersachsen packt an" ein Netzwerk-Kongress statt.

Unter dem Leitthema „Die Zukunft der Arbeitswelt ist bunt und weiblich" machten sich die ca. 180 Gäste in der Akademie des Sports in Hannover dafür stark, die beruflichen Chancen für Migrantinnen zu verbessern. Die Frauen mit Migrationshintergrund selbst, ihre Kompetenzen und Potentiale sowie Hürden und Hindernisse bei der Integration in den Arbeitsmarkt standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB in Niedersachsen, betonte: „In Niedersachsen leben knapp 700.000 Frauen mit Migrationsbiografie. Sie bieten mit ihren Fähigkeiten, Qualifikationen und Kenntnissen viele verborgene Schätze für Unternehmen, Behörden und Verbände. Innovation und Kreativität sind in gemischten Teams deutlich höher als in homogenen." Der DGB-Vertreter forderte, Karrierehemmnisse für MigrantInnen zu beseitigen: „Dafür braucht es fachspezifische Sprachkurse und Schulungen sowie eine schnellere und umfassende Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen."

Durchgeführt wurde der Kongress vom DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Bündnis „Niedersachsen packt an". Das Projekt „Netzwerk MigrantInnen und Arbeitsmarkt Niedersachsen", abgekürzt NeMiA, wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Eingeladen waren Fachleute aus Politik, Unternehmen, Gewerkschaften und Wissenschaft.

 
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